Von A-Z

Alles rund um die Jugendkonferenz der IG Metall. Von “A” wie Antragsberatungskommission bis “V” wie Verwaltungsstelle. Hier gibts die wichtigsten Daten und Fakten im Überblick.

A

ABK
Die Abkürzung “ABK” steht für “Antragsberatungskommission”. Die ABK sichtet, sortiert, nummeriert und bespricht die eingegangen Anträge für die Jugendkonferenz im Vorfeld. Sie gibt eine Empfehlung, wie der jeweilige Antrag entschieden werden könnte – auch während der Konferenz. Die Konferenz entscheidet immer erst über die Empfehlung der ABK. Wird dieser Empfehlung gefolgt, dann ist der Antrag so entschieden, wie von der ABK vorgeschlagen. Dieses Vorgehen spart Zeit – vor allem bei Anträgen, die von einer großen Mehrheit der Konferenzdelegierten geteilt werden.

Änderungsantrag
Wenn ein Antrag für die Jugendkonferenz eingereicht ist, können die OJAs der IG Metall vor Ort darüber beraten und ggf. einen Änderungsantrag einreichen, wenn sie Passagen ergänzt, gestrichen oder anders formuliert haben wollen.

Annahme eines Antrags
Wenn Anträge angenommen werden, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Annahme wie eingereicht und Annahme mit Änderungen. Änderungen können von der ABK, dem Antragssteller selbst, oder aus der Diskussion in der Konferenz entstehen und werden in den ursprünglichen Antrag durch die ABK eingearbeitet.

Antragsberatungskommission
siehe ABK

Antragsfrist:
Die Antragsfrist endet 15 Wochen vor der Konferenz. Davor können die einzelnen OJAs eigene Anträge verfassen und der Antragsberatungskommission zusenden, die diese Aufbereiten.

B

Bezirk
Die IG Metall ist bundesweit in sieben Bezirke aufgeteilt um die Mitglieder besser betreuen zu können. Die Bezirke sind: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg-Sachen, Frankfurt, Küste, Niedersachen und Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen.

BJA
BJA ist die Abkürzung für “Bezirksjugendausschuss”. Einzelne oder mehrere Bundesländer sind in der IG Metall in Bezirken organisiert. Auf dieser Ebene vertritt der Bezirksjugendausschuss die Interessen der Jugend. Er ist aus ehrenamtlichen Delegierten der einzelnen OJAs zusammengesetzt und trifft sich viermal im Jahr. Hier werden überregionale Aktionen geplant und koordiniert.

D

Delegierter
Jeder Bezirk entsendet Jugendliche aus dem örtlichen Aktivenkreis (also dem OJA) an die Jugendkonferenz, die dort die Anträge der eigenen Verwaltungsstelle vertreten und über die anderen Anträge abstimmt.

Delegiertenvorbesprechung
Die Delegierten der sieben Bezirke beschäftigen sich mit allen Anträgen bereits im Vorfeld der Konferenz, um die Inhalte zu verstehen und gegebenenfalls notwendige Änderungen abzusprechen. Die Delegiertenvorbesprechungen dienen nicht der Absprache über das individuelle Abstimmverhalten, denn die Delegierten unterliegen keinerlei Fraktionszwang.

E

Ehrenamt
Ehrenamtlich ist jede/r aktive IG Metaller, der nicht sein Geld von der Gewerkschaft bezieht. Ehrenamtliche erhalten aber Aufwandsentschädigungen wie zum Beispiel Erstattung des Fahrgelds oder kostenlose Unterbringung und Verpflegung  bei Seminaren bzw. Veranstaltungen.

G

Gewerkschaftstag
Der Gewerkschaftstag ist das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall und findet in der Regel alle vier Jahre statt. Das nächste Mal im Herbst 2011 in Karlsruhe.

Geschäftsbericht
Das Ressort junge IG Metall stellt seine Arbeit und die Arbeit des Jugendausschusses beim Vorstand zwischen den Jugendkonferenzen in einem Geschäftsbericht dar. Zum Einen durch einen mündlichen Geschäftsbericht auf der Konferenz selbst, zum Anderen durch einen schriftlichen Geschäftsbericht, der an alle Delegierten vorab verschickt wird und für alle offen zugänglich ist.

Geschäftsordnung
Die Geschäftsordnung (GO) regelt den Ablauf der Konferenz. In ihr sind Redezeiten, Abstimmverfahren und vieles andere zum Ablauf der Konferenz festgelegt. Alle Delegierten haben jederzeit die Möglichkeit, GO-Anträge zu stellen, die dann vorrangig behandelt werden müssen.

H

Hauptamt
Sogenannte “Hauptamtliche” sind Personen, die bei der IG Metall angestellt sind, sei es in der Verwaltungsstelle, im Bezirk oder auf Bundesebene. Die Jugendsekretäre sind zum Beispiel Hauptamtliche, sie bekommen Geld für ihre Arbeit bei der Gewerkschaft.

I

IGM
Das steht für “IG Metall” und das wiederum ist eine Abkürzung für “Industriegewerkschaft Metall”. Sie ist eine von acht Einzelgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die IGM vertritt die in ihr organisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Branchen Eisen und Stahl, Handwerk, Holz und Kunststoff, Metall- und Elektroindustrie und die textilen Branchen. Sie verhandelt mit Arbeitgeberverbänden über Tarifverträge, unterstützt ihre Mitglieder und setzt sich für eine gerechte Politik ein.

IGM Jugend
Die IGM Jugend ist die Jugendorganisation der IG Metall. Junge Mitglieder der IG Metall bis 27 Jahren sind automatisch Teil der IG Metal Jugend. Mit mehr als 200 000 aktiven Jugendlichen ist die IGM Jugend der größte politische Jugendverband in Deutschland. Und mit diesem Gewicht mischt er sich ein: für soziale Gerechtigkeit und Solidarität – im Betrieb, in der Gesellschaft und weltweit. Für eine gute Zukunftsperspektiven in Arbeit und Leben.

Initiativantrag
Aufgrund einer nach dem Antragseinreichungsschluss aufkommenden Idee, kann auf der Jugendkonferenz mit einer gewissen Anzahl von Stützunterschriftenein Antrag eingereicht werden.

J

Jugendsekretär
Die meisten OJAs haben einen hauptamtlichen Jugendsekretär an ihrer Seite. Der ist bei der Verwaltungsstelle angestellt und unterstützt nicht nur den OJA, sondern betreut auch die Jugendvertretungen in den Betrieben vor Ort.

Jugendkonferenz
Die Jugendkonferenz legt alle vier Jahre die mittelfristige Richtung der IG Metall Jugend fest. Über 200 Delegierte aus den Bezirken beraten sich dort über grundsätzliche Fragen und bestimmen die künftigen Schwerpunkte unserer Arbeit. Die Jugendkonferenz findet alle vier Jahre statt, immer vor dem Gewerkschaftstag.

JA
JA steht für “Jugendausschuss”. Der Jugendausschuss beim Vorstand ist das geschäftsführende Gremium der IG Metall Jugend zwischen den Jugendkonferenzen, die in der Regel alle vier Jahre stattfinden. Der Jugendausschuss trifft sich auf vier Sitzungen im Jahr und einer Arbeitsklausur, um die bundesweite Strategie der IG Metall Jugend zu beraten und sich über die Bezirke auszutauschen. Alle sieben Bezirke der IG Metall sind hier mit 2-3 ehrenamtlichen Delegierten vertreten.

L

Leitantrag
In den Leitanträgen legt die IG Metall Jugend fest, was ihre Ziele und Bestrebungen für die kommenden Jahre sind. Es gibt unterschiedliche Bereiche, wie Mitgliederentwicklung, Tarifpolitik u.a.

M

Mandatsüberprüfungs- und Zählkommission
Wenn bei der Jugendkonferenz bei der Abstimmung über einen Antrag nicht eindeutig eine Mehrheit zu erkennen ist, tritt diese Kommission in Aktion und zählt die Stimmen.

O

OJA
OJA ist die Abkürzung für “Ortsjugendausschuss”. Das ist ein Jugendgremium der IG Metall vor Ort, wo sich interessierte jugendliche IG Metall Mitglieder gemeinsam mit ihrem Jugendsekretär bzw. der Jugendsekretärin zusammensetzen und sich über die Situation der ortsansässigen Firmen austauschen. Außerdem planen sie Aktionen und setzen sich auch mit politischen Themen auseinander. Über den OJA können Anträge an die Jugendkonferenz gestellt werden.

P

Präsidium
Das Präsidium besteht aus sieben Personen – je eine/r für jeden Bezirk der IG Metall. Das Präsidium hat die Versammlungsleitung und achtet darauf, dass die Geschäftsordnung der Jugendkonferenz befolgt wird.

R

Ressort Jugend / “Junge IG Metall”
Das Ressort “junge IG Metall” besteht aus dem “Bundesjugendsekretär/-in”, mehreren politischen Sekretären/-innen und Verwaltungsangestellten. Das Ressort ist vom Vorstand damit beauftragt, die Beschlüsse der Jugendkonferenz und des Jugendausschuss im Rahmen gegebener Möglichkeiten umzusetzen.

S

Sprockhövel
Sprockhövel ist eine der großen Bildungsstätten der IG Metall. Zurzeit entsteht auf dem Gelände ein Neubau.

V

Verwaltungsstelle
In den Bezirken der IG Metall gibt es über 160 Verwaltungsstellen, die nochmal mehr für die Mitglieder vor Ort da sind und die örtlichen Gegebenheiten genau kennen. Verwaltungsstellen sind zum Beispiel: Aachen, Bielefeld, Bremen, Chemnitz, Detmold, Esslingen, Fürth, Hanau, Lüneburg, Mannheim, Paderborn und und und.

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